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Eigene frische Salate im ganzen Jahr ernten !

Durch die große Vielfalt der Salatsorten ergibt sich in warmen Monaten natürlich ein umfangreicheres Angebot, als während der kälteren Wochen des Jahres. Dafür ist zum Beispiel ein Feldsalat, den Sie im Januar ernten, doppelt so lecker. Um im ganzen Jahr selbst gezogenen Salat zu genießen, ist eine geschickte Pflanzenauswahl und Anbauplanung äußerst hilfreich.

Besitzen Sie kein Frühbeet oder Gewächshaus, startet für Sie das Salatjahr erst etwa Ende April oder Anfang Mai. Ab diesem Zeitraum können Sie die ersten schnell wachsenden Schnitt-/Pflücksalate ernten. Dies sind hauptsächlich Kopfsalatsorten, die in jugendlichem Wachstum geschnitten werden (beispielsweise Lollo oder Eichblatt) oder Salatsorten, die keine Köpfe bilden. Junger Spinat oder Rauke bieten sich ebenfalls als frühe Salate an.

Typische Salate von Frühjahr bis Sommer

Zu den Frühlings-Salaten gehören unter anderem Rauke, Schnitt-/Pflücksalate und Tellerkraut (auch als Postelein und Winterportulak bekannt). Frühsommer-Salate sind zum Beispiel Rauke und Blattsalate wie Lollo, Eichblatt und Kraussalat sowie sonstige Schnitt-/Pflücksalate. Zu den Sommer-Salaten gehören unter anderem Romana, Batavia sowie Kopfsalat. Herbst- und Winter-Salate sind Chinakohl und Zuckerhut, Winter-Radiccio und Herbst-Endivie, Rauke, Feldsalat und Postelein.

Im Sommer können Sie meistens Salate in ihrer ganzen Vielfalt genießen. Fast alle kopfbildenden sowie Blatt-/Pflücksalate sind zwischen Juni und September verfügbar. Zu den üblichen Sommer-Salaten kommen noch Sommervarianten wie zum Beispiel Radicchio und Endivie. Damit Sie sich dauerhaft mit frischem Salat aus eigener Zucht versorgen können, sollten Sie satzweise anbauen. Dies bedeutet, dass in gewissen Abständen von circa zehn bis vierzehn Tagen kleine Mengen in die Beete eingebracht (gesät oder gepflanzt) werden. Dadurch vermeiden Sie eine plötzliche Salat-Schwemme, der oftmals Zeiten ohne Salat folgen.

Herbst- und Wintersalate für kalte Tage

Während der Herbst- und Winterzeit ist die Auswahl an Salat dagegen weniger üppig. Klassische Herbst-Salate sind zum Beispiel Zuckerhut oder Chinakohl und Herbst-Endivie, die Sie normalerweise bis zum Ende November/Anfang Dezember ernten können. Wenn danach andere Salate aufgrund der Kälte aufgeben, sind die Kältekünstler bereit: Feldsalat und Winter-Radicchio können Sie während des Winters und kalten Frühjahrs (nur an Tagen ohne Frost) bis Ende Februar/Beginn März ernten. Bei Herbst-Salaten ist es wichtig, dass die jungen Pflanzen oder Samen frühzeitig ins Beet gebracht werden. Die Pflanz-/Saatzeiten für die meisten dieser Salate bewegen sich zwischen Juni/September.

Der Zeitraum zwischen etwa Mitte März bis Ende April erweist sich meistens als Durststrecke im heimischen Salatanbau. Radicchio und Feldsalat sind oft gerade abgeerntet und die frühen Pflücksalate benötigen noch einige Wochen, um ihre Erntereife zu erreichen. Doch dieser Zeitrahmen bietet Ihnen einen Salat, der die Lücke ausfüllt und normalerweise von März bis April zu ernten ist: Postelein – ein winterharter Salat.

Die optimale Tageszeit für die Ernte Ihrer Salate

Für die Ernte Ihrer selbst angebauten Salate wie beispielsweise Eisberg-/Kopfsalat oder Pflücksalate sind die frühen Morgenstunden ideal. Die Salate besitzen aufgrund der kühlen Nachtstunden noch eine knackige Frische.

Salate, die Sie im Gewächs-/Treibhaus anbauen, sollten Sie eher abends ernten. Dadurch kann gesundheitsschädliches Nitrat, welches sich eventuell über Nacht in den Salatpflanzen gebildet hat, im Tageslicht abgebaut werden.