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Gemüseparadies im eigenen Garten

Die Wartezeiten für Schrebergärten sind oft sehr lange, umso größer ist die Freude, wenn jemand endlich ein kleines Stückchen Erde sein Eigen nennen kann. Umso ambitionierter gehen dann die meisten an die Arbeit im Garten. Neben einem Raum zur Erholung wird der Schrebergarten auch dazu genutzt, eigenes Gemüse zu ziehen. Da der Raum im Schrebergarten oft sehr begrenzt ist, sollte sorgfältig geplant werden, wo welches Gemüse gepflanzt wird.

Hochbeet oder einfach in die Erde?

Im Moment geht der Trend zum Anbau in Hochbeeten. Das Hochbeet hat viele Vorteile, wozu in erster Linie das bequeme Arbeiten gehört, aber auch die Möglichkeit Schädlinge wie Wühlmäuse auszusperren. Allerdings sind Hochbeete auch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Das Beet selbst ist oft nicht billig und dann benötigen Sie noch jede Menge Erde, die Sie ebenfalls kaufen müssen. Zudem ist das Risiko, dass die Erde schneller austrocknet, in Hochbeeten oft höher. Besonders in sehr trockenen Sommern muss ständig gegossen werden, während Pflanzen, die direkt in der Erde wachsen, häufig so tiefe Wurzeln ausbilden, dass sie auch mit weniger Wasser auskommen. Ein Beet am Boden ist auch deutlich schneller angelegt. Es wird lediglich umgestochen und im Zuge dessen Kompost oder anderer organischer Dünger eingearbeitet und schon können Sie mit der Bepflanzung starten.

Gute und schlechte Nachbarn

Wenn Sie Gemüse pflanzen, müssen Sie darauf achten, welches Gemüse Sie nebeneinander pflanzen. Es gibt Gemüse, das sich gegenseitig beim Wachstum fördert, dazu gehört beispielsweise die Kombination zwischen Zwiebeln und Karotten. Die Zwiebel hält Schädlinge von der Karotte fern und umgekehrt. Eine gute Kombination sind auch Tomaten und Knoblauch. Der Knoblauch hilft Pilzerkrankungen bei Tomaten vorzubeugen. Wo es gute Nachbarn gibt, gibt es auch schlechte Gesellschaften, die sich beim Wachstum hemmen. Gurken in direkter Nähe zu Kartoffeln oder Radieschen ist eine schlechte Kombination. Daher sollten Sie immer darauf achten, dass Sie immer Gemüse nebeneinander pflanzen, dass sich im Wachstum unterstützt. Das hilft Ihnen auch bei der Bekämpfung von Schädlingen.

Auf die Fruchtfolge achten

Obwohl viele den Fokus auf das aktuelle Jahr haben, lohnt es sich gleich für das nächste Jahr zu planen. Wo im ersten Jahr Gemüse mit einem hohen Nährstoffbedarf wuchs, sollten im nächsten Jahr eher genügsamere Pflanzen wachsen, damit sich der Boden wieder erholen kann. Erst im darauffolgenden Jahr wird wieder ein Gemüse mit einem hohen Nährstoffbedarf an diesem Platz gepflanzt. Dadurch können Sie sehr viel Dünger sparen, weil sich der Boden selbst wieder regeneriert.

Früh starten und doppelt ernten

Wer im Garten früh startet, der kann in der Regel auch doppelt ernten. Das gilt beispielsweise für Erbsen, die bereits im frostfreien März unter Vlies ausgesät werden können. Nach der ersten Ernte werden die Pflanzen entfernt und im Sommer nochmals nachgepflanzt, wodurch Sie im Herbst nochmals ernten können. Bei der Auswahl von Pflanzen und Saatgut sollten Sie immer darauf achten, dass Sie keine Hybridsorten nehmen, sondern vorzugsweise samenfeste Pflanzen und Saatgut. Bei samenfestem Saatgut haben Sie den Vorteil, dass Sie von Ihren Pflanzen selbst wieder Samen nehmen und im nächsten Jahr aussäen können. Dadurch können Sie langfristig einiges an Kosten für Pflanzen und Saatgut sparen.