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Hochbeet: Welche Kräuter passen zusammen?

Hochbeete bieten gegenüber herkömmlichen Beeten einige Vorteile. Man kann sie auch dort aufstellen, wo kein fruchtbarer Boden existiert, muss sich bei der Gartenarbeit nicht bücken und es kann sich bei entsprechendem Aufbau keine Staunässe bilden. Für die Anlage eines kleinen gemischten Kräutergartens der ideale Anfang.
Dieser kann mit Blumen versetzt zu einem echten Hingucker werden!

Grundlagen einer Mischbepflanzung
Allgemein gilt, dass sich die Pflanzen im Hochbeet ergänzen und ähnliche Bedürfnisse haben sollten. Dieses fängt bei der Bodenbeschaffenheit an, geht weiter über Lichteinfall bis zur Düngung des Bodens oder den Nährstoffansprüchen der jeweiligen Kräuter. Einige Pflanzen ergänzen sich sogar bei der Abgabe und Aufnahme von Nährstoffen oder Duftstoffen, die Schädlinge vertreiben.
Für eine Kräuterbepflanzung sollte der Boden locker sein, luftig und eine Vielzahl von Organismen wie Käfer, Regenwürmer, Algen, Pilze und Bakterien etc. enthalten. Diese schaffen erst ein nachhaltiges Umfeld für Wachstum und Nährstoffversorgung.
Der Boden sollte nicht sauer sein (Kein Torfen des Beetes!) und keinen übermäßigen Stickstoffgehalt aufweisen, da dieser schlecht für das Aroma der Kräuter ist. Bei sauren Böden hilft oft etwas Aufkalken. Das Hochbeet kann mit einer kleinen Lage spezieller Kräutererde veredelt werden, die als oberste Schicht auf die sonstige Erde oder Humus aufgetragen wird. Eine Untermengung von etwas Kompost sorgt für eine reichhaltige Nährstoffversorgung.
Bei geschickter Bepflanzung spenden sonnenhungrige Kräuter Schatten für ihre Nachbarn, die eher halbschattige Bereiche bevorzugen. Hierzu gehören Petersilie, Schnittlauch und Basilikum.

Wer passt zu wem?
An dieser Stelle sind viele Kombinationen möglich. Thymian, Salbei, Estragon, Schnittlauch, Rosmarin und Zitronenmelisse sind eine klassische Kombination. Eine Alternative wären Petersilie, Kresse, Borretsch, Dill, Kerbel und Majoran.
Hier lohnt es sich, die Anforderungen der jeweiligen Kräuter an die Bodenbeschaffenheit zu klären. Lavendel, Liebstöckel und Johanniskraut bevorzugen es lieber trocken, Minze, Knoblauch und Zitronenmelisse sprechen auf frische Böden an, und Kresse, Petersilie und Basilikum haben es gerne etwas feucht, um ihren Durst zu stillen.
Kamille fördert das Wachstum von Schnittlauch, Dill, Majoran und Kerbel.
Seit dem Mittelalter gelten in der französischen Küche die „Fines herbes“ zur Grundausstattung, bestehend aus Schnittlauch, Kerbel, Petersilie und Estragon. Eine erweiterte Version nimmt hier Bibernelle, Basilikum, Thymian und Rosmarin dazu.

Wer passt nicht zum Nachbarn?
Basilikum mag weder Weinraute noch Melisse.
Kamille mag keine Pfefferminze
Majoran ist weder mit Oregano noch Thymian glücklich
Dill: Estragon, Fenchel oder Kümmel
Koriander mag keinen Fenchel

Schädlinge und deren Abwehr
Salbei und Lavendel sind stark duftende Pflanzen, die eine Reihe von Schädlingen vertreiben helfen. Nebenher wird ein Beet durch die violetten Blüten aufgewertet und zu einem echten Hingucker.
Dill und Bohnenkraut sind neben Knoblauch und Zwiebeln weitere Klassiker, die durch Absonderung von Duftstoffen gegen Schädlinge wie Blattläuse oder teilweise Schnecken schützen.