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Rasenmähen: Zu welchen Zeiten ist es erlaubt?

 

Das Bundes-Immissionsschutzgesetzes, das in Sachen Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung/32. BImSchV greift und den § 7 = Betrieb für Wohngebiete beinhaltet, weiß Bescheid …

Wann wird das Rasenmähen zur Ruhestörung? Hier gilt die Regel, dass besonders laute Rasenmäher, wie beispielsweise der Benzinrasenmäher oder die Aufsitzrasentraktoren, den Nachbarn erheblich stören können. Doch an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten erlaubt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung 32. BImSchV in puncto umweltbelastende Geräuschemissionen den Betrieb dieser Gerätschaften.

Der Mähprozess dauert unterschiedlich lang

Je nach Anlage und Rasenfläche dauert das Mähen unterschiedlich lang. Das können ein paar Minuten sein oder es vergehen Stunden bis das Werk vollendet ist. Dieser monotone Lärm kann die gesamte Nachbarschaft in Aufruhr bringen und hat oft im Streit geendet. Deshalb hat der Gesetzgeber sich Gedanken gemacht und Regelungen erschaffen, wann, also an welchem Tag und in welchem Umfang, also was die Uhrzeit betrifft, gemäht werden darf. Unterschieden wird in der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung einmal nach den Geräteklassen und dann geht es darum, um welches Wohngebiet es sich handelt. Handelt jemand entgegen dem Erlass, begeht betroffene natürliche Person eine Ordnungswidrigkeit nach § 9. Der aktuelle Bußgeldkatalog gibt Auskunft.

Wo ist der Unterschied zwischen den Wohngebieten? An welchen Tagen und zu welchen Zeiten dürfen wir unseren Rasen mähen?

Es gibt Kleinsiedlungsgebiete, die als Baugebiete gelten mit Wohngebäuden, Nutzgärten und Landwirtschaft. Dann kommen die reinen Wohngebiete, Baugebiete, die nur dem Wohnen dienen. Ausnahmen bilden das Beherbergungsgewerbe und Handwerkbetriebe, die nicht als störend empfunden werden. Im allgemeinen Wohngebiet gibt es dann Läden, Gaststätten und Gemeinschaftseinrichtungen. Dann wäre da noch das besondere Wohngebiet und Sondergebiet, die als Gebiete der Wohnnutzung dienen mit Schwerpunkt: Erhaltung, Entwicklung und Erholung. Die Häuser weisen hier meist eine besondere Eigenart auf. Beispielsweise wird die ausgeübte Nutzung der Wohnung vorgeschrieben.

Der Gesetzgeber schreibt nun vor, dass in Kleinsiedlungsgebieten, in reinen und allgemeinen sowie besonderen Wohngebieten und Sondergebieten inklusive Krankenhäuseranlagen und der Pflegeheimrasen dürfen im Freien wie folgt gemäht werden:

– Rasenmäher, bzw. Gerätschaften und Maschinen dürfen nicht an Sonn- und Feiertagen, den ganzen Tag sowie nicht an Werktagen in der Zeit von 20.00 bis 07.00 Uhr betrieben werden
– Von 09.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr DÜRFEN werktags sogenannte Freischneider und Rasentrimmer in Betrieb genommen werden – immer so, dass möglichst die Mittagsruhe eingehalten wird
– Sehr laute Gerätschaften, auch laute Rasenmäher und Laubbläser gehören dazu, haben ihre Verbotszeit werktags von 07.00 bis 09.00 Uhr, 13.00 bis 15.00 Uhr und 17.00 bis 20.00 Uhr sowie Sonn- und feiertags.

Der Samstag gilt als Werktag. Das wir die Mittagsruhe einhalten von 12.00 bis 15.00 Uhr versteht sich selber, oder? Und da wir ja doch bestimmt alle um eine gute Nachbarschaft bemüht sind, sollte der Mäher dann vielleicht auch nicht gleich um 07:00 Uhr morgens starten. Grundsätzlich darf ja auch samstags von 7 bis 20 Uhr der Rasen gemäht werden. Doch im Interesse einer gut funktionierenden Nachbarschaft, sollten wir möglichst die Zeiten vorm Start bedenken und nicht mit aller Macht auf unser Recht nach der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung bestehen.