Skip to main content

Rasensamen Test 2016

Im Frühjahr wirkt der Rasen im Garten meist einfach nur mitgenommen aus. So entscheiden sich die meisten Gartenbesitzer dazu, diesen einfach im Frühjahr komplett neu anzusäen. Doch dabei muss der richtige Rasensamen ausgewählt werden, was bei der vielfältigen Auswahl überhaupt nicht so einfach ist. Daneben muss eine ganze Reihe an Einflussfaktoren bedacht werden.

Rasensamen – Wie ist die Haltbarkeit?

Die Haltbarkeit des Saatguts hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zwar handelt es sich bei aufwendigen Lagerungsbedingungen um eine teure und komplexe Angelegenheit, doch das Saatgut kann auch vom Verbraucher selbst so gelagert werden, dass der Samen erhalten bleibt. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist die trockene Lagerung. Denn sobald der Rasensamen mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, fängt er an zu quellen und die Keimfähigkeit wird auf Dauer reduziert. Frost stellt für den gelagerten Rasensamen eigentlich kein Problem dar. Doch große Temperaturschwankungen schon. Große Hitzeeinwirkung wirkt sich ebenfalls schlecht auf den Rasensamen aus.
Bei sachgerechter Lagerung der Grassamen sind diese bis zu 3 Jahren verwendbar. Doch in der Regel fällt die Keimkraft der Rasensamen nach 3 Jahren ab. Handelt es sich beim Rasensamen um welches, das älter als drei Jahre ist, kann einfach die Aufwandmenge pro Quadratmeter Rasenfläche verdoppelt werden. Auf diese Weise kann trotz dem höheren Alter des Rasensamens ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Welche Rasensamensorten gibt es?

Die richtige Rasensorte und Mischungen werden je nach Art der Beanspruchung sowie der Lage des Rasens ausgewählt. Es wird zwischen dem Zierrasen, dem Sport- und Spielrasen, dem Schattenrasen und der Blumenwiese unterschieden.

  • Zierrasen

Der Zierrasen ist für höhere Beanspruchung geeignet. Der Pflegeaufwand dieses Rasens wird durch den langsamen Wachstum verringert. Der Zierrasen schmückt in erster Linie Vorgärten. Hierbei werden feinblättrige Arten wie Haarblättriger Schwingel, Horst-Rot-Schwingel, Rotes Straußgras oder Weißes Straußgras ausgewählt.

 

  • Sport- und Spielrasen

Dieser Rasen ist besonders in Familiengärten sinnvoll. Er ist sehr strapazierfähig und die durch Belastung entstandenen Kahlstellen wachsen sehr schnell nach. Solche Rasensorten bedürfen jedoch auch mehr Pflegeaufwand. Die am häufigsten ausgewählten Rasensamensorten sind in diesem Fall Gräser wie deutsches Weidelgras und Wiesenrispe.

 

  • Schattenrasen

Für schattige Flächen eignen sich spezielle Samensorten an, die mit wenig Licht auskommen und ein stärkeres Durchsetzungsvermögen gegen Moos und Unkraut besitzen. Diese Rasensorten sind jedoch weniger trittfest als andere und dürfen nicht zu kurz geschnitten werden. Die Rasensamensorte Hainrispe gehört beispielsweise zu dieser Sorte.

 

  • Blumenwiese

Die Blumenwiese stellt die pflegeleichteste Form des Rasens dar. Zudem ist diese die bunteste Sorte. Wässern und Mähen müssen bei dieser seltener vorgenommen werden und deren Anblick verändert sich je nach Jahreszeit.

Woran kann man gute Rasensamen erkennen?

Da es keine gesetzlichen Standards für die Rasensamen gibt, können die Hersteller dieser im Grunde alles Mögliche zum Produkt angeben. So kann man beim Kauf dieser sehr leicht Grassorten kaufen, die für den vorgesehenen Verwendungszweck eher ungeeignet sind. Unter den angebotenen Rasensorten werden somit auch Sorten angeboten, welche im Grunde eher als Futtergras für Weidtiere gedacht sind. Diese weisen eine überaus schnelle Wachstumsfähigkeit auf, doch nach einem Jahr sieht das Ergebnis einfach schlecht aus. Daneben vertragen solche Rasensorten kein wöchentliches Rasenmähen.
Gute Rasensorten brauchen etwas Zeit, um auszuwachsen. Diese sind trockenresistent, beginnen erst spät an zu wachsen und wachsen viel langsamer als die Futtersorten. Hochwertige Rasensorten werden meist am Qualitätssiegel „RSM“ erkannt. Das „RSM“ steht für „Regelsaatgutmischung“ und bestätigt, dass die jeweilige Rasenmischung in unabhängigen Labors Tests unterworfen wurde und diese erfolgreich bestanden hat. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt etwa 21 unterschiedliche Rasensaatgutmischungen. Das RSM-Spektrum bewegt sich zwischen RSM 1.1, bei dem es sich um Zierrasen handelt bis hin zu RSM 7.4.1, unter welchem Landschaftsrasen Halbschatten ohne Kräuter verstanden wird.