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So vertreiben Sie Wildkaninchen mit natürlichen Mitteln aus Ihrem Garten

Wildkaninchen bedienen sich gerne an den Pflanzen in Parks oder Gärten. Ein Problem, mit dem sich nicht nur Verantwortliche für kommunale Grünflächen beschäftigen, sondern auch Hobbygärtner. Die Nager graben, wühlen und hinterlassen Löcher. Sie fressen Blumen und Gemüse. Doch wer den possierlichen Wildtieren den Kampf ansagen will, muss nicht immer auf drastische Methoden zurückgreifen. Auch natürliche Mittel helfen, Wildkaninchen aus Ihrem liebevoll angelegten Garten zu vertreiben.

Gegen Wildkaninchen sind viele Hausmittel im Umlauf. Lappen, die Sie zuvor in Benzin tränken. Fischöl oder Fischmehl zwischen den Pflanzen. Weiße Grillanzünder, die durch ihren Paraffingeruch abschreckend wirken. Aber wer möchte zwischen seinen Blumen oder Gemüsepflanzen schon Benzin, Fischöl oder Grillanzünder verteilen?

Natürliche Lösungen, um Wildkaninchen aus heimischen Gärten zu vertreiben, nennen sich Vergrämungsmittel, die Sie im Baumarkt oder Gartencenter kaufen können. Hierbei handelt es sich oft um Granulate auf Basis ätherischer Öle. Der Duft von Lavendel hat bei Kaninchen eine ähnliche Wirkung wie der Geruch fauler Eier auf die menschliche Nase. Die Granulate sind zum Streuen für Beete und Gärten. Die etwas größeren Pellets, die auch starkem Regen standhalten, zeigen eine längere Wirkung als die feinen Streugranulate. Sie können alternativ Lavendelöl zwischen Ihre Pflanzen träufeln, um die kleinen Nager fernzuhalten. Die Wirkung hält freilich nicht so lange an, wie bei den Pellets und das Öl muss regelmäßig neu verteilt werden.

Naturdünger, der Hornmehl enthält, hat auf Herbivoren wie Kaninchen eine abstoßende Wirkung. Wenn Sie diese Form von Dünger bei Ihren Pflanzen verwenden, bestäuben Sie einfach ein wenig die Blätter damit. Für die Wildkaninchen schmecken die Pflanzenteile bitter und sie lassen schnell davon ab. Diese Methode hält allerdings nur bis zum nächsten Regenguss.
Nicht wirklich ein Hilfsmittel, aber eine Variante, die Nager gar nicht erst anzulocken, ist das Anpflanzen von Zwiebelblumen. Gerade im Frühjahr haben Sie viel Freude an Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. Da Zwiebelblumen bitter schmecken und schleimen, wenn sie angebissen werden, verzichten Wildkaninchen auf diese Art von Pflanzen.

Das verteilen von Tierhaaren, die den Wildkaninchen einen Fressfeind suggerieren, helfen auch, die Nager aus den Beeten zu vertreiben. Eine richtige Katze oder ein echter Hund haben aber eine bessere Wirkung.

Die sicherste Lösung, Kaninchen aus dem Garten fernzuhalten ist ein Zaun. Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass Kaninchen sehr tief graben. Der engmaschige Zaun sollte mindestens 50 Zentimeter in die Erde eingelassen werden, um ein Untergraben seitens der Nager zu vermeiden. Kontrollieren Sie den Zaun beim Aufstellen und auch später regelmäßig auf Lücken und Löcher. Wildkaninchen kommen durch die kleinste Öffnung, wenn Sie Nahrung suchen. Wenn Sie keine Blumen im Garten haben, sondern nur Gemüse, das es zu schützen gilt, empfiehlt sich als einfachere Lösung ein Hochbeet. Ein Maschendrahtzaun ist gegen Wildkaninchen zwar die wirksamste Methode, jedoch nicht besonders günstig. Je nachdem wie groß Ihr Garten ist, kommen schnell mehrere hundert Euro zusammen.

Bei der Wahl der Methode gilt es, Geduld zu haben und auszuprobieren. Bevor Sie einen Zaun ziehen, können Sie es vorher mit Streugranulat oder Lavendel-Pellets versuchen. Haben Sie jedoch im Hinterkopf, dass Wildkaninchen, die sich in Ihrem Garten erst einmal heimisch fühlen, nur schwer zu vertreiben sind.