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Warum nimmt man zu weinachten einen Tannenbaum?

Woher kommt die Tradition mit dem Tannenbaum zu Weihnachten?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie sich zu Weihnachten einen Tannenbaum ins Haus stellen? Klar, es handelt sich hier um einen typischen alten Weihnachtsbrauch. Doch wissen Sie woher diese Tradition kommt? Und warum es ausgerechnet eine Tanne sein sollte, die als Christbaum dient?

Uralte Tradition

Einen geschmückten Christbaum in die Wohnung stellen, hat eine mehr als 500jährige Tradition. Der Grund, warum man das macht ist einfach: In der düsteren kalten Winterzeit wollten die Menschen früher eine grüne Pflanze im Haus haben. Die Wahl fiel auf eine Tanne, weil deren Nadeln nicht pieksen. Zudem gilt die Tanne auch allgemein als Symbol für neues Leben. In Zusammenhang mit Weihnachten passt das sehr gut, wegen der Geburt von Jesus.

Schon im Mittelalter war es üblich die Tanne, die man sich ins Haus holte, zu schmücken. Damals dienten Nüsse, Früchte, insbesondere Äpfel als Weihnachtsschmuck. Kleine Päckchen mit Süßigkeiten oder lose Süßigkeiten wurden gegen Ende des 16. Jahrhunderts an die Bäume gehängt. Das Schmücken der Tannenbäume mit Kerzen kam erst um 1730 auf und Lametta gibt es seit 1878. Während das Licht der Kerzen die Hoffnung der Menschen zur Geburt Jesu Christis symbolisiert, dient Lametta als Symbol für Eiszapfen bzw. die Kälte, die in früheren Jahrzehnten auch in Deutschland an Weihnachten herrschte.

Katholische Kirche lange dagegen

Der Siegeszug des Weihnachtsbaums bzw. der Weihnachtstanne ließ einige Zeit auf sich warten. Denn die früher fast allmächtige katholische Kirche war gegen das Aufstellen von Weihnachtsbäumen. Man sah im Vatikan lange Zeit die Weihnachtskrippe als ausreichendes Symbol für das Weihnachtsfest an. Doch bis Ende des 19. Jahrhunderts dran der Weihnachtsbaum auch in die stark katholisch geprägten Region Deutschlands vor. Ein Grund für die anfängliche Weigerung der katholischen Kirche den Christbaum anzuerkennen war sicherlich, dass die Kirche bzw. die Bistümer große Waldgebiete besessen hatten und fürchtete Jahr für Jahr, dass das gemeine Volk diese Wälder auf der Suche nach einem geeigneten Tannenbaum, der dann letztlich zum Christbaum wurde, plündern würde. Inzwischen steht der Christbaum auch in jeder katholischen Kirche, wenn die Advents- und Weihnachtsgottesdienste dort abgehalten werden.

Von Deutschland aus in die ganze Welt 

Die Faszination des Tannenbaums, geschmückt mit Kerzen, Kugeln und Süßigkeiten wurde auch von anderen Nationen übernommen. In die USA und nach Kanada kam die Tradition in Zuge der großen Auswanderungswellen. In Großbritannien wurde die Tradition einen Tannenbaum aufzustellen und zu schmücken im Jahr 1840 übernommen. Und auch Franzosen, Russen, Holländer und die Italiener verdanken die Tradition rund um den Deutschen.

Dass ausgerechnet die Tanne den idealen Christbaum darstellt, war eher Zufall. Denn im Mittelalter konnte man schließlich noch nicht ahnen, dass dieser damals entwickelte Brauch so weite Verbreitung finden und so große Faszination auslösen würde. Zufall war auch, dass ausgerechnet die Tanne eine große Verbreitung weltweit aufweist. Das heißt es besteht fast auf jedem Kontinent darauf Zugriff. Die Tanne ist nämlich sehr anspruchslos. Sie wächst in den kalten Zonen der Neuen und Alten Welt, von der Küste bis in Höhen von über 4000 m.