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Wohnen im Schrebergarten?- Gartenhaus bleibt Gartenhaus

Wer träumt nicht von einem Haus im Grünen? Wer im Sommer mit einem kühlen Getränk in der Hand schon einmal in seinem Schrebergarten entspannt hat, dem hat sich bestimmt auch schon die Frage eingeschlichen: Warum eigentlich nicht gleich in das Gartenhäuschen einziehen? Immerhin ist die Fläche gepachtet, man tätigt hier alltägliche Dinge wie Grillen, Duschen, ja sogar das Übernachten ist erlaubt. Zudem fielen die Mietkosten um einiges billiger aus. Natürlich könnte keine Großfamilie auf der Parzelle leben, für eine Person wäre der Platz jedoch völlig ausreichend.

Versteckte Nachteile

Wer keinen eigenen Schrebergarten besitz, sondern allein als Außenstehender mit dem Gedanken spielt, in seine Schrebergartenlaube einzuziehen, bewertet die Utopie wahrscheinlich noch naiver als ein Pächter, der bereits Erfahrungen mit Nebenkosten hat. Anders als angenommen fällt nämlich nicht nur ein einmaliger Betrag für die Übernahme des Grundstücks an. Hinzu kommen Mitgliedsbeiträge an den Verein und die Grundsteuer B für das Gartenhäuschen. Außerdem ist es sinnvoll, einuíge Versicherungen bezüglich des Gratens abzuschließen.
Neben diesen rechtlichen Kosten fallen ebenfalls Gelder für die eignen Bedürfnisse an. Das Augenmerk liegt hier vor allem auf den Heizkosten. Gewöhnlicherweise ist keine Gartenlaube so gut isoliert wie eine normale Wohnung. Wer im Winter nicht frieren möchte, muss viel Geld in die Raumtemperatur investieren. Ein Nachteil, der etwas weniger ins Gewicht fällt, ist darüber hinaus das Ausbleiben der Postzustellung.

Die Dunkelziffer

Somit erweist sich die Annahme, mit dem Einzug in den Schrebergarten Geld zu sparen, als unwirtschaftlich. Bisweilen gibt es aber Menschen, die die Kosten in Kauf nehmen und allein der Idylle oder des Abenteuers wegen vom dauerhaften Leben auf ihrer Parzelle träumen. Reichen die Finanzen aus, kann man seine Gartenlaube also beziehen- zumindest solange bis ein aufmerksamer Nachbar das Vorhaben meldet. Das stete Wohnen im Schrebergarten ist nämlich illegal.

Das Gesetz untersagt die Behausung

Der Paragraph 3, Absatz 2 des Bundeskleingartengesetzes bestimmt ein ausdrückliches Verbot, die Gartenhütte als dauerhafte Bleibe zu nutzen. Dies verstöße gegen die Auflagen des Bauplanungsrechts, welches die Gemeindefläche in Wohngebieteoder Erholunbgsgebiete einteilt. Somit beugt man dem Rückgang von Grünflächen sowie einr ungeordeneten Infrastruktur vor. Da Schrebergärten als Erholungsgebiete behandelt werden, ist gegen einen Kurzurlaub inklusive mehrtägiger Übernachtung jedoch nichts einzuwenden.